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Das Schulministerium und die Landesregierung NRW haben sich 2004 in einem breiten Konsens der Parteien sowie der Eltern- und Lehrerverbände entschlossen, die gymnasiale Schulzeit um ein Jahr auf acht Schuljahre zu verkürzen. Ein Grund dafür war der Blick auf andere Bundesländer und Staaten, in denen das Abitur generell nach acht Schuljahren erreicht wurde und das Studium bzw. eine Ausbildung deshalb ein Jahr früher begonnen werden konnte. Ein weiterer Grund waren die Ergebnisse der Lernstanderhebungen in Klasse 10, die zeigten, dass die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums den anderen Kasse 10 in den anderen Schulformen deutlich voraus und besser als sie waren.

 

Lehrpläne wurden überprüft und überarbeitet. Neue Schulbücher mussten geschrieben werden. Der Schultag verlängert sich zunehmend mit 7. und 8. Stunden bis in den Nachmittag und entwickelt sich in Richtung Ganztag. Die Stundentafel wurde überarbeitet. Sogenannte Ergänzungsstunden wurden neu eingeführt, die der Förderung der Lernenden und Vertiefung und Verfestigung des Wissens in besonderer Weise dienen. Die Schulen erhielten durch Landesprogramme die Möglichkeit zur pädagogischen Übermittagsbetreuung. Das bedeutet z.B., dass die Einrichtung von AGs finanziell gefördert wird. Die Schulträger konnten auch Geld für die Verbesserung der Übermittagsversorgung beantragen. So erhielt unser Gymnasium einen Erweiterungsbau für eine Küche für unsere Cafeteria, die wir zu einem Bistro mittelfristig umgestalten wollen.

 

Im achtjährigen Gymnasium wurden alle Stufen, die Erprobungsstufe, die Mittelstufe und die Oberstufe neu gestaltet. In der Erprobungsstufe beginnen die Kinder am GA in der 5. Klasse mit Englisch als erster Fremdsprache. In Klasse 6 erfolgt dann schon der Einstieg in die 2. Fremdsprache, wahlweise Latein oder FRanzösisch an unserer Schule. Die Mittelstufe umfasst nur noch drei Schuljahre (7. – 9. Klasse) und die Oberstufe beginnt mit neuen Strukturen mit der Einführungsphase schon in der 10. Klasse. Das bedeutet, dass Kompetenzen und Anforderungen zum Besuch der Oberstufe schon am Ende der 9. Klasse erreicht werden. Als Übersicht:

  • 5. und 6. Klasse: zweijährige Erprobungsstufe
  • 7.-9. Klasse: Mittelstufe
  • 10.-12. Jahrgang: dreijährige gymnasiale Oberstufe

 

Ausgehend vom klassischen 45-Minuten-Stundenrhythmus bzw. Doppelstundenrhythmus ergeben sich aktuell folgende Lernzeiten:

  • höchstens 6 Unterrichtsstunden am Vormittag
  • höchstens 8 Unterrichtsstunden am Schultag
  • Mittagspause: 30 Minuten (Zustimmung der Schulkonferenz und der Bezirksregierung)
  • Höchstens ein Nachmittag in den Klassen 5 und 6
  • Höchstens zwei Nachmittage in den Klassen 7 und 8
  • Ausnahmen auf Grund organisatorischer Bedingungen
  • Statt der 45-Minuten-Stunden sind auch andere Stundenmodelle möglich (z.B. 60-Minuten oder das Doppelstundenprinzip)

 

Am GA gilt bisher weiter der klassische 45-Minuten-Rhythmus. Einige Fächer haben ein Votum für Doppelstunden abgegeben. Diesem Wunsch folgt die Verwaltung, soweit dies vom Stundenplan her möglich ist.

 

Die Schulzeitverkürung am Gymnasium hat für große Diskussionen in der Öffentlichkeit gesorgt. Aktuell sind wir intensiv darum bemüht, dass die Schulzeitverkürzung für unsere Schülerinnen und Schüler gelingt. Die Curricula/Lehrpläne wurden überarbeitet. Individuelle Förderung in den Ergänzungsstunden, besonders in wichtigen Hauptfächern gehören zu unserem Programm. Die Hausaufgabenbetreuung durch Oberstufenschüler wird von vielen Kindern und Jugendlichen gern angenommen, auch weil man sich hier noch einmal gut auf Klassenarbeiten vorbereiten kann. Die AGs erfreuen sich großer Beliebtheit. Viele Lerngruppen nehmen erfolgreich an Wettbewerben teil. Exkursionen fördern das außerschulische Lernen. Klassen- und Austauschfahrten sollen die Gemeinschaft stärken und zum gegenseitigen Verständnis beitragen. – Man kann gar nicht alles nennen.

 

Lassen Sie uns das achtjährige Gymnasium als Chance begreifen und weiterhin an Verbesserungen arbeiten.

 

Die Schulleitung

 

 

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