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Ein Instrument lernen und dann mit anderen Musikern zusammen spielen – das soll für Schüler des Altlüner Gymnasiums bald einfacher möglich sein. Denn ihre Schule arbeitet jetzt offiziell mit der Lüner Musikschule zusammen.

In dieser Woche unterschrieben die Leiter von Musikschule und Gymnasium zusammen mit dem zuständigen Dezernenten der Stadt eine Vereinbarung.

Ab sofort können interessierte Schüler des Gymnasiums während des Vormittagsunterrichts musizieren. Dazu kommen Lehrer der Musikschule an die Schule. Damit die Kinder nicht zu viel des normalen Unterrichts verpassen, rotieren die Gruppen – haben also immer wieder zu anderen Zeiten Unterricht.

Der Direktor des Gymnasiums, Dr. Norbert Ingler, hofft darauf, dass sich viele Schüler dafür entscheiden, ein Instrument spielen zu lernen. Denn er könnte sich gut vorstellen, dass so ein richtiges Schulorchester entsteht. Bis jetzt gibt es vor allem Schüler, die Streichinstrumente wie Geige oder Bratsche lernen. Durch das Projekt „Jedem Kind ein Instrument“ (Jeki) kennen viele der Schüler ja bereits auch andere Instrumente.

Quelle: ruhrnachrichten.de (29.11.2014)

Musik macht Spaß, keine Frage. Doch es wird für Schüler immer schwerer, Schule und Musikschule unter einen Hut zu kriegen. Besonders ab dem 5. Schuljahr, in Zeiten von G8, bleibt nachmittags kaum Zeit für ein Instrument.

Die Schüler des Gymnasiums Altlünen können demnächst während des Vormittagsunterrichts musizieren. Dafür sorgt die Kooperationsvereinbarung, die die Schulleitung am Donnerstag mit der Musikschule getroffen hat und die ab sofort umgesetzt wird.

In einer Feierstunde, die von der Orchesterklasse und Solisten musikalisch begleitet wurde, unterzeichnete Schulleiter Dr. Norbert Ingler den Vertrag. Auch Musikschulleiter Frank Fischer und seine Stellvertreterin Sabine Patschinsky unterschrieben die Vereinbarung. Sie gilt für zwei Jahre. Schul- und Kultur dezernent Horst Müller-Baß unterzeichnete ebenfalls.

„Bisher ist vor allem der Unterricht der Streichinstrumente unser Berührungspunkt“, erklärte Ingler. „Jetzt möchten wir unsere bestehende Kooperation erweitern, vertiefen und festigen.“

Bisher war es so, dass Schüler wählen konnten: Musikklasse, Naturwissenschaften oder bilingualer Zweig stehen zur Auswahl. Das bleibt auch so. Aber: Demnächst können alle Schüler Musikunterricht bekommen – auf einem Instrument ihrer Wahl.

Größere Auswahl

„Wir möchten eine größere Auswahl an Instrumenten anbieten, weil viele Kinder ja durch Jeki an der Grundschule bereits an eines herangeführt wurden“, erzählt Sabine Patschinsky. Das Kind meldet sich also über das Gymnasium an der Musikschule an. Der Musiklehrer kommt zur Schule. Die Schüler erhalten Gruppenunterricht an einem festen Tag, jedoch zu wechselnden Uhrzeiten. Die Gruppen rotieren, damit die Kinder nicht jeden Mittwoch in der dritten Stunde Querflöte spielen, anstatt binomische Formeln zu pauken.

Denn die Kinder „verpassen“ während der Musikstunde eine Stunde ihres regulären Unterrichts. Das sei kein Problem, glaubt Ingler. Auch Müller-Baß ist von dem Konzept überzeugt: „Musikalische Bildung ist ein ganz wichtiger Baustein der schulischen Bildung und muss den gleichen Stellenwert haben“, sagt er. Natürlich muss man den Musikunterricht bezahlen. Doch die Sätze sind günstiger, da sie projektbezogen sind. Auch Leihgebühren für die Instrumente fallen nicht an. Wenn das Projekt nach zwei Jahren endet, können Eltern und Kinder entscheiden, ob sie in den regulären Gruppen- oder Einzelunterricht der Musikschule wechseln möchten.

Weiteres Standbein

Für Frank Fischer ist die Kooperation ein weiteres Standbein. „Wir müssen mehr denn je um unsere Existenz kämpfen. Auf diese Weise können wir einen neuen Weg beschreiten. Ich freue mich sehr und wünsche uns allen viel Spaß. Denn Musik macht Spaß.“ Dr. Norbert Ingler träumt derweil schon von einem richtigen Schulorchester – mit Streichern, Holz- und Blechbläsern. „Ich glaube, wir haben hier einen schönen kleinen Anfang gefunden.“

Quelle: ruhrnachrichten.de (29.11.2014)

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