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Eindrucksvolle Stufenfahrt des GA nach Berlin

Als eine gelungene Stufenfahrt wurde die diesjährige Berlinfahrt des Gymnasiums Altlünen von den begleitenden Lehrkräften bezeichnet. Und auch die Schüler waren mit dem Verlauf der vier Tage zufrieden.

Zunächst hieß es für alle: „Früh aufstehen“, denn die Busse in Richtung Hauptstadt verließen Lünen schon gegen sieben Uhr. Als jedoch Halt an der KZ-Gedenkstätte in Sachsenhausen gemacht wurde, war die anfängliche Müdigkeit bei allen verflogen. Jeder sammelte seine ganz eigenen Eindrücke auf dem riesigen Gelände, auf welchem man sich deutlich länger als zwei Stunden hätte informieren können. Audio-Guides beinhalteten Erzählungen von Zeitzeugen, durch die Gefühle vermittelt wurden, die oft nur schwer zu begreifen und zu ertragen waren. Für uns ist es heute kaum vorstellbar, wie sehr Gefangene damals gelitten haben müssen.

Auch die Inhaftierten im Stasi-Gefängnis in Hohenschönhausen, von dem erstaunlicherweise selbst die angrenzende Nachbarschaft nichts wusste, haben unvorstellbares Leid erlebt. Ein ehemaliger Gefangener erzählte: „In einer kleinen Zelle ohne Licht und Frischluftzufuhr mussten bis zu 15 Leute gleichzeitig ausharren“. Es herrschten unmenschliche Zustände dort.

Für die Schüler sowie die Lehrer waren beide Ausflüge sehr informativ aber vor allem auch erschreckend.

Im Gegensatz zur historischen Geschichte wurde am Samstag das gegenwärtige Berlin thematisiert: Der Tag begann mit einer Stadtrundfahrt bei der alle wichtigen und besonderen Orte Berlins näher beschrieben wurden. Anschließend ging es in den Reichstag und danach teilte sich die Gruppe auf, um zu einer Radtour aufzubrechen, einen literarischen Spaziergang zu machen, die Berliner Unterwelten zu besuchen, eine Stadtführung unter geographischen Gesichtspunkten mitzuerleben oder aber das Technische Museum zu erkunden.

Für die Schüler des Englisch Leistungskurses ging es zudem zu einem Besuch ins Theater. Das Stück „Romeo und Julia“ wurde hier auf moderne Art und Weise aufgeführt. Die anfängliche Skepsis einiger Schüler wurde dabei aufgehoben, sodass es am nächsten Morgen nach einer kurzen Shoppingtour zwar gut gelaunt aber sichtlich müde und voller neuer Informationen und Erfahrungen zurück in die Heimat ging.

Besuch bei Aurubis

Am Mittwoch, den 29.05.2013, besuchten wir, der Chemie Grundkurs von Herrn Lichtenberg, Aurubis auf der Kupferstraße in Lünen, den weltweit größten Kupferrecycler, um uns im Rahmen des Unterrichts die Elektrolyse näher anzugucken.

Die Elektrolyse ist ein Verfahren, mit dem man unreines Rohkupfer zu 99,99% reinem Kupfer weiterverarbeiten kann. Nachdem wir im Unterricht gelernt hatten, wie die Elektrolyse theoretisch ablief, sahen wir uns bei Aurubis die Elektrolyse in natura an.

An der Kupferstraße 5 wurden wir von Herrn Kräutlein empfangen, welcher uns später auch durch die Räumlichkeiten führte und uns das Verfahren erklärte.

Zunächst einmal kamen wir jedoch in einem Versammlungsraum zusammen und Herrn Kräutlein informierte uns über die Aurubis AG im Allgemeinen. Grundsätzlich haben wir viel über das Unternehmen erfahren. Die Aurubis AG wurde 1866 gegründet und beschäftigt weltweit ca. 6300 Mitarbeiter, darunter beispielsweise in Bulgarien, den USA, der Schweiz und in Finnland. Neben der uns gezeigten Elektrolyse, ist die Arbeit mit Edelmetallen ein anderer wichtiger Produktbereich der Aurubis AG.

Kommen wir nun zur Führung durch das Elektrolyse-Bad. Aus Sicherheitsgründen waren wir dazu verpflichtet Schutzkittel, Besucherwesten, Schutzbrillen und Schutzhelme zu tragen. Nach dem großen Durcheinander an der Garderobe waren wir nun endlich bereit für die Führung. Da es sehr laut war, bekamen wir zusätzlich Kopfhörer um Herrn Kräutlein besser verstehen zu können. Im Allgemeinen war die Erklärung vom chemischen Prozess sehr professionell. Jedoch hatten wir kaum Schwierigkeiten dem zu folgen, da Herrn Lichtenberg uns vorher ausführlich darauf vorbereitet hatte.

Direkt als wir in die Halle kamen, wo die Elektrolysebäder sind, kam uns ein strenger Geruch entgegen. Dieser Geruch kam von den riesigen Bädern, die mit verdünnter Schwefelsäure gefüllt sind. Man hat sich aber schnell daran gewöhnt und störend für die super Führung war es auch nicht. Als wir uns den Vorgang von oben angeschaut haben, sah man nicht viel, aber was man sah, war sehr interessant. Man konnte die Abfärbungen sehr gut erkennen und die Abnutzung der einzelnen Platten. Als wir dann die Becken entlang gegangen sind konnten wir den Wechsel solcher Platten beobachten, sowie das Säubern des Grundes, wo sich andere Metalle ablagern. Die Führung ging dann noch weiter über den Hof wo uns Herr Kräutlein erklärte wer das Kupfer unteranderem bringt und wie sie es Lagern bis zur Verarbeitung.

Als abschließendes Fazit, können wir nur sagen, dass sich die Exkursion zum Gelände der Aurubis AG an der Kupferstraße Lünen, sehr gelohnt hat und uns die noch fehlenden, näheren Einblicke gewährt hat. Ein letzter abschließender Dank geht noch einmal an Herrn Kräutlein, der uns fachlich präzise und souverän durch das Unternehmen geführt hat.

Von Politikverdrossenheit keine Spur

Herr Bürgermeister Stodollick im Politikunterricht

Es war zunächst nur eine Idee: „Wenn wir uns schon überlegen sollen, wie sich Kinder an der Politik beteiligen können, dann sollten wir das auch selbst machen!“
Dieser Einwand einer Schülerin der 5a des Gymnasiums Altlünen brachte den Stein ins rollen.
Warum sollte man immer nur abstrakt über Politik sprechen und in Rollenspielen Politik
nachspielen, wenn es doch zum Wesen der Demokratie gehört, dass alle mitmachen sollen?
Es war ein berechtigter Einwand und die Klasse beschloss nun selbst tätig werden und sich in die Lokalpolitik einzumischen…

Nachdem alle Schülerinnen und Schüler sich überlegt hatten, was in Lünen ihrer Meinung
nach verbessert werden könnte, um die Stadt noch attraktiver für Kinder und Jugendliche
zu machen, wurden die Vorschläge gesammelt und diskutiert. Anschließend wurden die
wichtigsten Vorschläge gesammelt und Briefe verfasst, die dann an den Bürgermeister
geschickt wurden.
Und tatsächlich! Nach einigen Tagen kam eine Antwort aus dem Rathaus: Der Bürgermeister
wollte die engagierte Klasse treffen und ihr Rede und Antwort stehen. Am 13.02.2013 war
es dann so weit: Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick besuchte das Gymnasium und
nahm sich eine Stunde Zeit, um die vielen Anregungen und Fragen der 5er aufzunehmen
und zu beantworten. Die Zeit reichte kaum aus, denn die 5a war alles andere als scheu
und gut vorbereitet. Die vielen Ideen beeindruckten Herrn Stodollick sichtbar. Vorschläge
zur schöneren Gestaltung des Innenstadtbereichs wurden ebenso gemacht wie kritische
Anmerkungen bezüglich der Sicherheit für Kinder auf dem Schulweg. Es wurde schnell
deutlich, dass diese Kinder wissen, was sie wollen, und dass sie auch bereit sind, ihre
Interessen nachdrücklich zu vertreten.
Aber auch Herr Stodollick zeigte sich als guter Demokrat, indem er alle Vorschläge der
Schülerinnen und Schüler ernst nahm und zu jeder kritischen Anmerkungen Stellung
bezog. So merkten dann auch die Schülerinnen und Schüler schnell, dass die wohl größte
Herausforderung in der Politik in dem Balanceakt besteht, mit stark begrenzten finanziellen
Mitteln möglichst viele berechtigte Forderungen so gut es geht zu erfüllen.

So konnten schlussendlich zwar nicht alle Ideen der 5a umgesetzt werden, dennoch fällt das
Fazit insgesamt positiv aus. Denn nun ist eines klar geworden: In Lünen gibt es eine Reihe
von neugierigen Schülerinnen und Schülern, die sich einmischen wollen! Wer behauptet
hat, die heutige Jugend interessiere sich nicht mehr für die Demokratie, muss sich nun eines
Besseren belehrt wissen.

Fotos vom Schnuppertag

 















































































































































































































































































Das GA tobt sich aus - Sport- und Schwimmfest des GA

Das Gymnasium Altlünen – Lünen startete in die letzte Schulwoche mit einem Schwimm- und Sportfest an der Sportanlage Cappenberger See.

Während die Oberstufenschüler/-innen die Möglichkeit hatten, am benachbarten Sportplatz das Sportabzeichen zu absolvieren, fand im Freibad ein Staffelwettbewerb der 5 . bis 9. Klassen statt. Die Sieger dieser Vorrundenläufe (Klasse 5a, 6d, 7c, 8a und 9a) starteten abschließend im Endlauf gegen eine Lehrerstaffel. Die außer Konkurrenz startende Oberstufenstaffel gewann dieses Rennen souverän vor der Lehrertruppe. Nach den Staffelwettbewerben hatten alle Schüler/-innen die Möglichkeit, an von den ausgebildeten Sporthelfern organsierten Fußball-, Wasserball- oder Beachvolleyballturnieren teilzunehmen. Viele nahmen das Angebot an und tobten sich während der Turniere oder aber im Schwimmbecken aus.

Die Veranstaltung war für die über 1.000 Schüler ein voller Erfolg. Dies nicht zuletzt, da Petrus mit seinem sonnigem Gemüt warme Rahmenbedingungen schaffte . Besonderen Dank gilt auch der Stadtverwaltung, die dem Gymnasium die Nutzung des Freibades und Sportplatzes ermöglicht hatte und den Angestellten der Bädergesellschaft, die immer helfend zur Stelle waren. Einhelliges Fazit ist, dass die Veranstaltung im kommenden Jahr wiederholt wird.

Lehrerstaffel:

GA Staffelwettbewerb:

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